28.08.2014

Was tun die Nominierten von 2013 heute?

Update zu Bernd Stange, Jürgen Klinsmann, Michael Weiß und Otto Pfister.

Bernd Stange ist nach wie vor Trainer der Nationalmannschaft Singapurs. Er genießt in seiner neuen Heimat höchste Anerkennung und ist dabei, den Fußball im Land noch populärer zu machen. Vor einigen Wochen lief seine Mannschaft zum ersten Mal im neu gebauten National-Stadion gegen Juventus Turin auf. Laut Stange ist das größte Problem, dass seine Spieler keine Vollprofis sind und deshalb nicht genug Geld in professionelles Training und gute Infrastruktur investiert wird. Trotzdem ist seine Arbeit dort durchaus positiv zu bewerten, was auch der DFB mit einem Video-Beitrag würdigte. Mit seinem Preisgeld finanzierte Stange eine Turnierteilnahme für das Singapore Cerebral Palsy Football Team, welches ausschließlich aus behinderten Sportlern besteht.

Der ehemalige Nationaltrainer der Philippinen, Michael Weiß, wurde im Januar 2014 von seinem Posten freigestellt. Mit den „Azkals“ hatte er sich überraschend für den AFC Challenge Cup qualifiziert und durch deutsche Spieler mit philippinischen Wurzeln das Team auf ein neues Level gebracht. Im Anschluss hatte er noch ein kurzes Engagement bei Otelul Galati in Rumänien. Mit seinem Preisgeld wurden Jugendliche in Cebu mit über 250 Fußbällen versorgt, die vor Ort produziert wurden und somit auch Arbeitsplätze geschaffen werden konnten.

2013 war auch Otto Pfister nominiert, der als absoluter Afrika-Experte gilt. Er ist bereits seit über 40 Jahren als National- und Vereinstrainer auf dem afrikanischen Kontinent tätig. Aktuell ist er Trainer des sudanesischen Spitzenklubs Al-Merrikh Khartum und unterstützt den sudanesischen Fußballverband in vielen Bereichen. Konkret konnten auch 100 Fußbälle an Kinder und Jugendliche übergeben werden – mit freundlicher Unterstützung des Sportartikelherstellers Puma.

Der letzte im Bunde ist Jürgen Klinsmann, der mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft eine erfolgreiche WM spielte und trotz „Todesgruppe“ ins Achtelfinale kam. Während der Zeit in Brasilien löste Klinsmann eine neue Fußball-Euphorie in Amerika aus und hat seit kurzem noch mehr Verantwortung, da er zusätzlich zu seinem Trainerposten jetzt auch Technischer Direktor der US Soccer Federation ist. Er unterstützte mit seinem Preisgeld das Projekt „Big Shoe Soccer“, wodurch während der WM in Brasilien zahlreiche Operationen an Kindern durchgeführt werden konnten. Mittlerweile besteht eine nachhaltige Kooperation zwischen dem Deutschen Fußball Botschafter und Big Shoe.