Kategorie »Trainer« 2018 Theo Bücker, Gert Engels und Ernst Middendorp nominiert

Ernst Middendorp – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Nach der Rettung von Asante Kotoko Kumasi aus Ghana vor dem Abstieg wird Ernst Middendorp zum Trainer des Jahres gewählt.

Ernst Middendorp – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Wenn in Deutschland der Name Ernst Middendorp fällt, denkt ein Großteil sicherlich zuerst an die Arminia Bielefeld - hier wird er als der Jahrhunderttrainer gefeiert. Insgesamt drei Mal war Middendorp Cheftrainer bei der Arminia, wobei er bei seiner zweiten Anstellung den Aufstieg von der Regionalliga bis in die Bundesliga schaffte. Aber nicht nur in Deutschland ist Middendorp sehr bekannt. In seiner Vita als Trainer stehen zahlreiche Vereine, verteilt über den gesamten Globus. Auf Grund seines großen Engagements ist der gebürtige Niedersache nun in der Kategorie „Trainer“ für den Deutschen Fußball Botschafter 2018 nominiert.

Zu seinen Stationen gehören unter anderem Ghana, Iran, China, Zypern und Südafrika.
Im Jahr 2000 begann sein erstes Engagement in Afrika bei Asante Kotoko Kumasi in Ghana. Der Club stand als Vorletzter kurz vor dem Abstieg, als Middendorp das Team übernahm. Nach einer spektakulären Aufholjagd landet das Team am Ende der Saison auf dem vierten Platz.
Seitdem genießt Middendorp ein großes Ansehen in Kumasi. Zeitnah wurde er hier auch zum Trainer des Jahres gewählt. Weiterhin entstanden unter Middendorp ein eigener Kraft- und Gymnastikraum für die Spieler, ein neuer Rasenplatz wurde angelegt und es wird mit vier Jugendinternaten zusammengearbeitet – was zu einer befestigten Struktur im Verein beitrug.

Nach etwas kürzeren Trainerstationen im Iran (Tractor Sazi Täbris), China (Changchu Yatai) und Zypern (Anorthosis Famagusta) hat Ernst Middendorp seine zweite Heimat in Südafrika gefunden.
Hier war er fast 10 Jahre lang als Cheftrainer bei verschiedenen Vereinen tätig. Unter anderem drei Mal bei Maritzburg United.

Ernst Middendorp hat allerdings schon wieder eine neue Herausforderung gefunden. Anfang 2017 übernahm er in Thailand bei Bangkok United den Posten des Technischen Direktors.

Gert Engels – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Gewann den japanischen Pokal mit Yokohama Flügels und Kyoto Sanga

Gert Engels – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Der ehemalige Bundesliga Profi Gert Engels, welcher drei Jahre lang im Kader von Borussia Mönchengladbach spielte, hat sein großes Engagement für den Fußball auf dem asiatischen Kontinent bewiesen. Engels war fast 20 Jahre als Trainer von Erstliga-Mannschaften in Japan tätig. Er selbst behauptet, dass es seine zweite Heimat wäre. Begonnen hat seine Reise beim Prima Aseno FC, welcher später zu Mito HollyHock fusionierte. Gleichzeitig arbeitet er neben seinem Traineramt als Fußballlehrer an einer japanischen Schule. Ab 1993 war er zuständig für die Jungprofis bei den Yokohama Flügels. Anschließend war er Assistenz- und später Cheftrainer bei der ersten Mannschaft von Yokohama Flügels. Zum Ende seiner Trainerzeit bei den Yokohama Flügels wird er Pokalsieger im Jahr 1998.  Diesen Erfolg konnte er ebenfalls im Jahr 2002 mit dem Verein Kyoto Sanga feiern, welche er zu Beginn seiner Trainerzeit direkt nach dem Abstieg zurück in die erste Liga führte.


Seit dem 1. Februar 2004 war er Co-Trainer bei den Urawa Red Diamonds, zuerst unter Guido Buchwald und dann als Assistent von Holger Osieck. Am 16. März 2008 übernahm er dort das Amt des Cheftrainers und löste Holger Osieck ab. 2008 war für Engels das Kapitel Japan beendet.

Aber er hat sich schnell eine neue Herausforderung ergeben. Im Oktober 2011 übernahm Engels vom Niederländer Maart Nooij für zwei Jahre den Posten als Nationaltrainer Mosambiks.

- nächste Station Japan/China

Neben seinem hohen Engagement als Trainer in Japan und Mosambik betreibt Engels seit sieben Jahren seine eigene Fußballschule „Soccerlife“ in Japan und Deutschland. Neben den Trainingslagern die er dort anbietet, vermittelt er auch Spieler an die Clubs in der Regio Düren.

Theo Bücker – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Bücker ist der einzige Trainer, der die libanesische Nationalmannschaft zur letzten Qualifikationsrunde einer Weltmeisterschaft führte.

Theo Bücker – Nominierter Kategorie „Trainer 2018“

Theo Bücker hat neben seiner aktiven Karriere als Spieler, unter anderem bei Borussia Dortmund und Schalke04, auch eine beeindruckende Karriere als Trainer vorzuweisen. Seit Jahren trainiert Bücker überall auf der Welt exotische Vereine, wie zum Beispiel in Ägpten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Libyen und dem Libanon. Unter anderem auch zwei Mal die Nationalmannschaft von Libanon. Auch wenn es teilweise kein Geld für seine Trainertätigkeit gab, hat er den Posten trotzdem angetreten. Der Grund dafür ist, so sagt er selbst: „Fußball ist für mich wichtiger als Wasser und Brot“. Auf Grund dieser Einstellung und wegen seinem großen Engagement für den Fußball wurde Theo Bücker für den Hauptpreis "Deutscher Fußball Botschafter 2018" nominiert worden.

Bücker lebt seit Mitte der 1980er Jahre im Nahen Osten. Seine erste Station war im Jahr 2001 als Cheftrainer der libanesischen Nationalmannschaft. Nach zwei Jahren wurde die Tätigkeit vorerst beendet. Mit Ismaily SC erreichte er die Endspiele der CAF Champions League gegen den FC Enyimba aus Nigeria. Auch wenn das Spiel verloren ging, erntete Bücker großen Respekt und Anerkennung dafür, dass er die Mannschaft bis dahin gebracht hat. Nach kürzeren Trainerstationen in Libyen, Libanon und Saudi-Arabien übernahm er im Jahr 2011 erneut die Nationalmannschaft vom Libanon. Zum ersten Mal in der Geschichte des Libanons schaffte es ein Trainer, die Auswahl zur letzten Qualifikationsrunde einer Weltmeisterschaft zu führen.

Neben seinem Traineramt ist Bücker noch Direktor einer privaten Fußballakademie.